Hier erscheint das Interview mit

Sascha Pahl

Worum es im Interview geht

Vielleicht bist du gar nicht zu gutgläubig. Vielleicht bist du einfach nur zu sehr daran gewöhnt, dich selbst infrage zu stellen. Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem manche Coaches, Gurus oder spirituellen Lehrer unbewusst oder bewusst ansetzen. In diesem tiefgehenden Gespräch mit dem Prozessbegleiter Sascha Pahl tauchst du in einen Bereich ein, über den im Coaching- und Spiritualitätsmarkt viel zu selten gesprochen wird: Bindungstrauma und Scham. Denn wenn Menschen auf Scharlatane hereinfallen, liegt das nicht nur an raffinierten Täterstrategien. Es liegt auch daran, dass in uns selbst etwas darauf anspringt. Ein innerer Satz. Ein alter Film. Eine tiefe, oft unbewusste Überzeugung: „Mit mir stimmt etwas nicht.“ Sascha beschreibt, wie diese Überzeugung häufig bereits in der frühen Kindheit entsteht. Ein Kind ist vollkommen abhängig davon, dass seine Bedürfnisse gesehen und erfüllt werden. Wenn das nicht ausreichend geschieht – oft ganz subtil – entsteht eine Situation der Hilflosigkeit. Und das Kind findet eine geniale Überlebensstrategie: Es erklärt sich selbst zum Problem. Statt zu denken: „Meine Eltern können meine Bedürfnisse nicht erfüllen“, entsteht der Satz: „Meine Bedürfnisse sind falsch.“ Daraus wächst etwas, das viele Menschen ihr ganzes Leben begleitet – chronische Scham. Und genau hier beginnt eine Dynamik, die sich später in Coaching-Seminaren, spirituellen Methoden oder Selbstoptimierungsprogrammen fortsetzen kann. Die Hoffnung lautet dann: „Wenn ich diese Methode mache… wenn ich diesem Lehrer folge… wenn ich alles richtig mache… dann werde ich endlich okay sein.“ Das Tragische daran: Selbst die beste Methode kann dann nicht helfen. Warum? Weil es nicht mehr um dich geht – sondern darum, alles richtig zu machen.

Ich war Zeit meines Lebens ein Suchender. Ziemlich genau 7 Jahre habe ich intensiv in geistigen Welten gesucht, in einem Philosophie-Studium, das ich auch abgeschlossen habe, das mich aber nicht zufrieden gestellt hat. Ziemlich genau 7 Jahre habe ich dann in der Spiritualität gesucht, in der Meditation und auf vielen Asienreisen, die mir viele Erkenntnisse und unbeschreibliche Erfahrungen verschafft haben, mich aber nicht zufrieden gestellt haben. Seit ziemlich genau 7 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Bindungstrauma und habe dadurch verstanden, was ich wohl eigentlich und vor allem anderen immer gesucht habe, ohne es zu wissen: Entspannung im Kontakt mit anderen Menschen, oder in anderen Worten: Bindung. Das zu erkennen und anzuerkennen ist mir aufgrund meiner hochindividualisierten und autonomiefixierten Prägung recht schwer gefallen. Heute helfe ich als Traumatherapeut anderen dabei dies zu erkennen: Wie sehr fast alle Probleme, die wir mit uns herumtragen - auch und gerade spirituellem - auf mangelnde Kontakfähigkeit, auf Angst vor anderen Menschen und auf Scham über unsere ureigensten Bedürfnisse zurückzuführen sind.

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