Fünf Summräume für dein Nervensystem

Danke, dass du an meinem Versuch teilnimmst. 

Triggerwarnung

Wenn Du Traumafolgen trägst und sogar Panikattacken erleidest, dann sei bei den Übungen bitte behutsam. Achte darauf, dass Du Dich jederzeit sehr bewusst mit Deinem Körper verbinden kannst, um emotionale Strudel oder Flashbacks zu vermeiden. Sobald Du Dich unwohl zu fühlen beginnst, beende bitte sofort die Übung.

Die Übungen sind wertvoll und können Dir helfen Dein Nervensystem zu regulieren, jedoch reagiert jeder Mensch auf Atemmuster unterschiedlich. Das muss unbedingt berücksichtigt werden, um Retraumatisierungen oder eine Verschlechterung des Zustandes zu vermeiden.

Summräume ersetzen keine terapeuthische Begleitung oder Beratung.
Nutzung auf eigene Verantwortung.

Bitte überlege dir für den Versuch, bevor du die Musik hörst, wie du dich auf einer Sakala 1 (schlecht) bis 10 (Super) fühlst.
Und wie du dich nach dem hören fühlst. 

Du kannst die nachstehenden Klangteppiche, alle ca. 20 Minuten, auf folgende Arten nutzen.

1. Zuhören

Einfach laufen lassen.
Besonders geeignet:

  • beim Einschlafen

  • nach intensiven Tagen

  • in Pausen

2. Mitsummen

Leise mit dem Klang mitschwingen.
Das Summen verlängert deine Ausatmung und erzeugt Vibration im Brust- und Kehlraum.

Viele Menschen erleben dabei:

  • mehr innere Ruhe

  • weniger Gedankenkreisen

  • ein Gefühl von Erdung

3. Gemeinsames Summen

Mit Partner:in oder Kind.
Summen ist eine Form von Co-Regulation.

  • nebeneinander sitzen

  • gleiche Tonhöhe aufnehmen

  • nicht perfekt, nur gleichmäßig

Es geht nicht um Klangqualität.
Es geht um Resonanz.

4. für deine Regulations-Übungen

Hier 5 Beispiele

Übung 1: Verlängerte Ausatmung

  • 4 Sekunden einatmen

  • 6–8 Sekunden summend ausatmen

  • 3–5 Minuten

Wenn Schwindel entsteht → kürzer atmen.
Kein Zwang.

Ziel: Dein Körper bekommt ein Sicherheitssignal.

Übung 2: Vibration spüren

  • Eine Hand auf das Brustbein

  • Eine Hand auf den Bauch

  • Beim Summen die Vibration bewusst wahrnehmen

Frage dich:
Wo spüre ich den Klang am deutlichsten?

Das stärkt deine Körperwahrnehmung.

Übung 3: Orientieren

Während die Musik läuft:

  • 5 Dinge sehen

  • 4 Dinge hören

  • 3 Dinge spüren

  • 2 bewusste Atemzüge

  • 1 Satz: „Ich bin hier.“

Ziel: Dein Nervensystem registriert Sicherheit.

Übung 4: Nach Stressmomenten

Nach einem Gespräch oder intensiver Arbeit:

  • 5 Minuten Summen

  • Schultern bewusst sinken lassen

  • Kiefer locker

Nicht analysieren.
Nur regulieren.

Übung 5: Einschlaf-Ritual

  • Licht dimmen

  • Musik starten

  • 10 Atemzüge mitsummen

  • Danach nur noch hören

Wiederholung schafft Sicherheit.

Teile mir die Ergebniss und dein Feedback gerne über support@hajomichels.de  mit.
Vielen Dank sagt Hajo 🙏 

Raum der Weite

Nervensystem-Effekt: Vom inneren Stress zurück in einen Zustand von Sicherheit – mithilfe von klaren Abläufen oder Halt gebenden Strukturen.

Das tiefe Männerhumming wirkt: stabilisierend, strukturierend, existenziell klärend

Typischer Einsatz

  • bei diffusem Stress
  • bei Zukunftsangst
  • wenn jemand innere Haltlosigkeit spürt
  • vor Entscheidungen

Raum für Übergänge

Nervensystem-Effekt: Dein Körper kommt runter, entspannt sich – und du kannst leichter einschlafen.

Typischer Einsatz

  • Nach emotional intensiven Tagen

  • Vor dem Einschlafen

  • Bei Lebens- und Projektübergänge

  • Bei überstarker Kontrolle oder Erschöpfung

Raum des Gehaltenseins

Nervensystem-Effekt: → Sicherheit im Miteinander bringt deinen Körper zurück in Ruhe.

Typischer Einsatz

  • bei Überforderung
  • nach Konflikten
  • bei Einsamkeit
  • vor dem Einschlafen

Raum des Gewahrseins

Nervensystem-Effekt: → Erst fährt dein System ganz runter – dann entsteht wieder Ruhe, Klarheit und innerer Raum.

Typischer Einsatz:

  • Meditation
  • Selbstreflexion
  • Nach intensiven emotionalen Prozessen
  • Übergang zwischen Arbeitsphasen

Raum für Erdung

Nervensystem-Effekt: → Wenn du in einen ruhigen Rhythmus kommst, fährt dein Körper runter und der Stress wird weniger.

Typischer Einsatz

  • nach Bildschirmzeit
  • bei mentaler Erschöpfung
  • zur Integration nach Arbeit