Archetypische Erfahrungsräume

Danke, dass du an meinem Versuch teilnimmst. 

Die ersten 9 von 22 Archetypischen Erfahrungsräumen sind fertig.

Die archetypischen Erfahrungsräume sind aus einer zunächst recht einfachen Idee entstanden:
Ich wollte ursprünglich für die großen Arkana des Tarot jeweils eine Fantasiereise entwickeln.

Doch je länger ich mich mit den Karten beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir, dass die großen Arkana im Kern vielleicht gar nicht primär „Botschaften“ oder „Deutungen“ vermitteln wollen. Vielmehr scheinen sie bestimmte innere Zustände, Erfahrungsräume und Übergänge zu verkörpern. Diese sind über die Jahre verloren gegangen, geblieben ist die reine Deutung. 

Aus dieser Überlegung entstand die Idee der archetypischen Erfahrungsräume.

Die Räume versuchen nicht, Tarotkarten zu erklären.
Sie versuchen vielmehr, die dahinterliegenden Zustände körperlich erfahrbar zu machen.

In der nachstehenden Matrix siehst du, welche Zustände ich welchen Karten der großen Arkana – deckübergreifend – zugeordnet habe.

Ich habe die Erfahrungsräume selbst intensiv ausprobiert und war teilweise erstaunt darüber, wie schnell sich Wahrnehmung, Körpergefühl, innere Bilder oder Zustände verändern konnten. Manche Erfahrungen waren überraschend erdig, körperlich und unmittelbar – weit entfernt von dem, was man heute oft unter „Meditation“ versteht.

Die Körperhaltungen, die in den Erfahrungsräumen eingenommen werden, sind angelehnt an die Forschungen von Felicitas Goodman. In ihrem Buch „Ecstatic Trance“ untersuchte sie ritualisierte Körperhaltungen aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen, die weltweit unabhängig voneinander auftauchten und offenbar bestimmte Erfahrungszustände begünstigten oder hervorriefen.

Diese Idee hat mich fasziniert.

Ich habe die Haltungen aufgenommen und mit:

  • Summen,

  • Stimme,

  • Klang,

  • inneren Bildern,

  • langsamer Wahrnehmung
    und modernen KI-Klangräumen kombiniert.

Wer hier weichgespülte Meditationsmusik, sphärisches Engelsgeflöte oder sedierende Wellness-Sounds erwartet, wird vermutlich überrascht oder vielleicht sogar enttäuscht sein.

Denn ich habe bewusst einen anderen Weg gewählt.

Die Musik ist teilweise dynamisch, archaisch, körperlich und roh. Für mich liegt darin wesentlich mehr Nähe zu tranceartigen oder verkörperten Erfahrungszuständen als in vielen ätherischen Ambientflächen moderner Meditationsmusik. Und bei mir, funktioniert das für mich selbst überaschend gut.

Diese Räume sind nicht dazu gedacht, einfach nur konsumiert zu werden.

Jeder Erfahrungsraum ist im Grunde ein kleines Ritual.

Das bedeutet:
Man bereitet sich vor.
Man nimmt bewusst eine Haltung ein.
Vielleicht legt man sich bestimmte Gegenstände bereit.
Vielleicht betritt man den Raum nicht nebenbei, sondern mit Aufmerksamkeit.

Und noch etwas ist mir wichtig:
Versuche bitte nicht sofort zu analysieren, „was es gebracht hat“.

Diese Räume sind ergebnisoffen.

Es geht nicht darum, eine bestimmte Erfahrung zu erzwingen oder etwas Bestimmtes zu erreichen.

Vielmehr geht es darum, wahrzunehmen:

  • Was geschieht im Körper?

  • Was verändert sich?

  • Was taucht auf?

  • Was wird spürbar?

Vielleicht passiert viel.
Vielleicht fast nichts.
Beides ist vollkommen in Ordnung.

Ich lade dich herzlich ein, den einen oder anderen Erfahrungsraum auszuprobieren und selbst zu beobachten, was sich zeigt.

Und natürlich freue ich mich über Rückmeldungen dazu, was die Räume bei dir ausgelöst oder in Bewegung gebracht haben.

RITUALISCHER KONTEXT DER ERFAHRUNGSRÄUME

Die vorgeschlagenen Körperhaltungen sind nicht als starre Positionen gedacht.

Sie bilden vielmehr eine Art Ausgangssystem oder Schwelle, aus der sich eigene körperliche, emotionale oder innere Erfahrungen entwickeln können.

Wenn bereits zu Beginn eines Erfahrungsraumes Impulse entstehen:

  • die Haltung leicht zu verändern,

  • sich zu bewegen,

  • tiefer zu atmen,

  • die Hände anders zu halten,

  • sich zu öffnen,

  • sich zu neigen,

  • zu summen,

  • oder Bewegungen entstehen zu lassen,

dann darf genau das geschehen.

Die Haltungen sollen nicht kontrolliert „perfekt gehalten“ werden.

Sie dienen eher als Einladung an den Körper, auf bestimmte Weise in Resonanz zu treten.

Es geht hier nicht um richtig oder falsch.
Sondern um Wahrnehmung.
Um Verkörperung.
Um Erfahrung.

Jeder Erfahrungsraum kann daher wie ein kleines Ritual verstanden werden.

Nicht als Konsumprodukt.
Nicht als klassische Meditation.
Nicht als Coachingübung.
Hier geht es nicht um Selbstoptimierung.
Hier geht es um Verkörperung und Erfahrung.

Die folgenden Schritte können dabei helfen:

  1. Vorbereitung des Raumes
    Nimm dir bewusst Zeit.
    Vielleicht möchtest du:

  • eine Decke auslegen,

  • eine Kerze anzünden,

  • Kopfhörer nutzen,

  • einen Gegenstand bereitlegen,

  • einen Stock oder Stein verwenden,

  • oder einen Ort wählen, an dem du ungestört bist.

  1. Bewusstes Betreten des Erfahrungsraumes
    Nimm die vorgeschlagene Haltung ein.
    Spüre zunächst einfach:

  • den Boden,

  • den Atem,

  • die Spannung im Körper,

  • die Haltung selbst.

Versuche nicht sofort etwas Bestimmtes zu erleben.

  1. Summen und Resonanz
    Die Summenräume sind kein Hintergrundgeräusch.
    Das Summen dient dazu:

  • den Körper zu öffnen,

  • Aufmerksamkeit zu bündeln,

  • Resonanz entstehen zu lassen,

  • den Verstand etwas leiser werden zu lassen.

Vielleicht entsteht der Wunsch mitzusummen.

Vielleicht bleibt der Körper still.

Beides ist vollkommen in Ordnung.

  1. Offenheit statt Zielorientierung
    Diese Räume sind ergebnisoffen.

Es geht nicht darum:

  • etwas zu erreichen,

  • etwas zu manifestieren,

  • eine Vision zu erzwingen,

  • spirituelle Erfahrungen zu produzieren
    oder

  • „etwas richtig zu machen“.

Es geht vielmehr darum zu beobachten:

  • Was geschieht im Körper?

  • Was verändert sich?

  • Was wird spürbar?

  • Welche Bilder oder Empfindungen tauchen auf?

  1. Kein sofortiges Analysieren
    Versuche nach dem Erfahrungsraum nicht sofort:

  • die Erfahrung zu bewerten,

  • nach Bedeutung zu suchen,

  • „Erkenntnisse“ zu formulieren,

  • oder dich zu fragen, „ob es funktioniert hat“.

Bleibe stattdessen noch etwas:

  • im Körper,

  • im Atem,

  • im Summen,

  • in der Bewegung,

  • in der Stille.

Manche Erfahrungen wirken erst später weiter.

  1. Nachraum
    Vielleicht möchtest du:

  • weiter summen,

  • liegen bleiben,

  • still sitzen,

  • Wasser trinken,

  • spazieren gehen,

  • oder einfach noch eine Weile schweigend bleiben.

Das Ritual endet nicht unbedingt dort, wo die Audioaufnahme endet.

Oft beginnt der eigentliche Nachhall erst danach. 

Teile mir die Ergebnisse und dein Feedback gerne über support@hajomichels.de  oder via WhatsApp mit.
Vielen Dank sagt Hajo 🙏 

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Zustandsfeld

Rider-Waite

Crowley (Thoth)

Osho Zen

0

Urzustand / reines Sein

Narr

The Fool

Narr

1

Fokus / Wille / Beginn

Magier

Magus

Existence

2

Innere Wahrnehmung

Hohepriesterin

Priestess

Inner Voice

3

Empfangen / Nähren

Herrscherin

Empress

Creativity

4

Struktur / Ordnung

Kaiser

Emperor

Authority

5

Sinn / Werte

Hierophant

Hierophant

Conditioning

6

Verbindung / Wahl

Liebende

Lovers

Lovers

7

Bewegung / Ausrichtung

Wagen

Chariot

Awareness

8

Instinkt / Kraft

Stärke

Lust

Courage

9

Rückzug / Erkenntnis

Eremit

Hermit

Aloneness

10

Zyklen / Wandel

Rad

Fortune

Change

11

Balance / Verantwortung

Gerechtigkeit

Adjustment

Breakthrough

12

Loslassen

Gehängter

Hanged Man

Let Go

13

Transformation

Tod

Death

Transformation

14

Integration

Mäßigkeit

Art

Integration

15

Schatten / Bindung

Teufel

Devil

Attachment

16

Bruch / Krise

Turm

Tower

Thunderbolt

17

Vertrauen / Hoffnung

Stern

Star

Trust

18

Unbewusstes

Mond

Moon

Schizophrenia

19

Klarheit / Lebenskraft

Sonne

Sun

Innocence

20

Erwachen / Ruf

Gericht

Aeon

Beyond Illusion

21

Ganzheit / Vollendung

Welt

Universe

Completion

0

Rückkehr / Neubeginn

Narr (höher)

Fool (octave)

Nothingness

0 URZUSTAND / REINES SEIN

Dieser Erfahrungsraum lädt dich ein, in einen Zustand von Schwere, Stille und ursprünglichem Dasein einzutauchen.
Die Haltung ist angelehnt an eine von Felicitas Goodman erforschte Trancehaltung und öffnet einen eher erdigen als „abgehobenen“ Raum.
Es geht nicht darum, etwas zu erreichen, sondern darum wahrzunehmen, was geschieht, wenn Kontrolle langsam weicher wird.
Viele Menschen berichten von einem Gefühl des Sinkens, der Weite oder einer tiefen körperlichen Ruhe.

1 FOKUS / WILLE / BEGINN

Dieser Erfahrungsraum arbeitet mit Aufrichtung, Sammlung und innerer Ausrichtung.
Die Haltung erinnert an einen inneren Stab oder Kompass und kann ein Gefühl von Klarheit, Richtung und Präsenz entstehen lassen.
Es geht hier nicht um Druck oder Selbstoptimierung, sondern um die Erfahrung eines stillen, ruhigen Willens.
Die dynamischen Klangräume unterstützen dabei, den Körper wach und gleichzeitig gesammelt werden zu lassen.

2 INNERE WAHRNEHMUNG

Dieser Erfahrungsraum öffnet einen Zustand des Lauschens und der feinen Wahrnehmung.
Die Haltung mit der erhobenen Hand lädt dazu ein, Aufmerksamkeit nicht nur nach außen, sondern auch nach innen zu richten.
Viele Menschen erleben diesen Raum als still, weit und gleichzeitig sehr lebendig.
Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu sehen oder zu verstehen, sondern wahrzunehmen, was im Körper, im Atem und im inneren Raum auftaucht.

3 EMPFANGEN / NÄHREN

Dieser Erfahrungsraum lädt dazu ein, Weichheit, Offenheit und Empfang wieder körperlich erfahrbar werden zu lassen.
Die schalenförmig geöffneten Hände wirken wie eine Einladung, nicht ständig halten, kontrollieren oder leisten zu müssen.
Viele Menschen erleben diesen Raum als überraschend ruhig, warm und nährend – manchmal fast wie ein inneres Aufatmen.
Es geht nicht darum, etwas „zu bekommen“, sondern darum wahrzunehmen, was geschieht, wenn der Körper für einen Moment aufhört, sich zu verschließen.

4 STRUKTUR / ORDNUNG

Dieser Erfahrungsraum beschäftigt sich mit Aufrichtung, innerer Form und dem Gefühl von Halt.
Die klare vertikale Haltung und die nah am Körper geführten Arme können ein Gefühl von Sammlung, Zentrierung und innerer Ordnung entstehen lassen.
Dabei geht es nicht um Kontrolle oder Starrheit, sondern um die Erfahrung, wie beruhigend gesunde Begrenzung und Form wirken können.
Viele Menschen erleben diesen Raum als stabilisierend, klärend und überraschend ruhig.
Und, wenn es auch bewusst nicht im Erfahrungsraum genannt wird mit Heilung.

5 Sinn / Werte ist besonders, denn Frauen und Männer haben spezifische Haltungen. 
Die Personen haben eine Gesichtsbemalung. Das kann das Ritual unterstützen. Vielleicht durch eine Maske ersetzen oder ohne probieren.
Funfact: Ihr seht die Bilder sind anders, denn die KI meines Vertrauens wollte die Bilder nicht erstellen, da sie gegen die Nutzungsrichtlinien verstiessen. Die Maske wurde wohl als Fetisch interpretiert. 😏

5 Sinn / Werte — Weiblich

Dieser Erfahrungsraum beschäftigt sich mit Würde, innerer Ausrichtung und dem Gefühl, mit etwas Tieferem in Verbindung zu stehen.
Die aufrechte Haltung und die ruhige Ernsthaftigkeit der Position können ein Gefühl von Sammlung, Klarheit und stiller Präsenz entstehen lassen.
Dabei geht es nicht um moralische Perfektion oder starre Ideale, sondern um die Erfahrung dessen, was sich im eigenen Körper wahr, stimmig und aufrichtig anfühlt.
Viele Menschen erleben diesen Raum als überraschend ruhig, würdevoll und innerlich ordnend – manchmal sogar auf eine schwer erklärbare Weise heilsam.

5 Sinn / Werte — Männlich

Dieser Erfahrungsraum beschäftigt sich mit Würde, innerer Ausrichtung und dem Gefühl, mit etwas Tieferem in Verbindung zu stehen.
Die aufrechte Haltung und die ruhige Ernsthaftigkeit der Position können ein Gefühl von Sammlung, Klarheit und stiller Präsenz entstehen lassen.
Dabei geht es nicht um moralische Perfektion oder starre Ideale, sondern um die Erfahrung dessen, was sich im eigenen Körper wahr, stimmig und aufrichtig anfühlt.
Viele Menschen erleben diesen Raum als überraschend ruhig, würdevoll und innerlich ordnend – manchmal sogar auf eine schwer erklärbare Weise heilsam.

6 Verbindung / Wahl

Dieser Erfahrungsraum beschäftigt sich mit der Spannung zwischen verschiedenen Möglichkeiten, inneren Polen und der Sehnsucht nach echter Verbindung.
Die geöffnete, asymmetrische Haltung kann ein Gefühl von Offenheit, Lebendigkeit und innerem Lauschen entstehen lassen.
Dabei geht es nicht darum, sofort Entscheidungen zu treffen oder Gegensätze aufzulösen, sondern darum wahrzunehmen, was sich im Körper wahr, weit oder stimmig anfühlt.
Viele Menschen erleben diesen Raum als überraschend intensiv, ehrlich und verbindend – manchmal fast wie ein stilles Gespräch zwischen verschiedenen Seiten des eigenen Wesens.

7 BEWEGUNG / AUSRICHTUNG

Dieser Erfahrungsraum beschäftigt sich mit Übergang, innerer Bewegung und der Erfahrung, sich neu auszurichten.
Die Haltung und die Dynamik des Raumes können ein Gefühl von Vorwärtsbewegung, innerem Ziehen und lebendiger Richtung entstehen lassen.
Dabei geht es nicht um hektisches Handeln oder das Erzwingen von Veränderung, sondern um die Wahrnehmung dessen, was im eigenen Körper nach Bewegung, Entwicklung oder Aufbruch ruft.
Viele Menschen erleben diesen Raum als energetisierend, klärend und überraschend motivierend – fast so, als würde etwas in ihnen langsam wieder in Fluss kommen.

8 INSTINKT / KRAFT

Dieser Erfahrungsraum beschäftigt sich mit Wildheit, Naturkraft und dem Kontakt zu den ursprünglichen, unverstellten Anteilen des eigenen Wesens.
Die Haltung und die dynamische Klanglandschaft können ein Gefühl von Erdung, Lebendigkeit und roher körperlicher Präsenz entstehen lassen.
Dabei geht es nicht um Aggression oder Kontrolle, sondern um die Erfahrung einer Kraft, die tiefer liegt als Rollen, Erwartungen oder gesellschaftliche Anpassung.
Viele Menschen erleben diesen Raum als intensiv, körperlich und überraschend befreiend – manchmal fast so, als würde etwas sehr Altes und Natürliches im eigenen Körper wieder wach werden.